Das Haus meiner Ängste

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19. Januar 2019. Ich nehme mir vor, zum Haus meiner Ängste zu reisen, um herauszufinden, was momentan meine größte Angst ist und wie ich sie in Licht und Liebe transformieren und somit für mich auflösen kann. Zudem möchte ich den Geist meiner Großmutter bitten, mit mir auf diese Reise zu gehen, um ihren Ratschlägen zu lauschen, wie ich dieses Vorhaben in die Tat umsetzen kann. Schließlich bitte ich noch Adler Kai mich zu begleiten, um mich auf dieser Reise zu schützen.

Als ich heute in meinen Seelengarten eintrete, trifft mich schon beim Durchsteigen ein enorm starkes, helles Licht. Es kommt vom Tempel in meine Richtung und scheint mich direkt in die Luft zu katapultieren. Da ich eigentlich etwas anderes heute vorhatte, lasse ich mich nur bedingt darauf ein herauszufinden, was das wohl bedeutet. Aber definitiv ist es stark.

Ich rufe Adler Kai zu meinem Schutz, der meint, ich bräuchte ihn dafür eigentlich gar nicht. Dennoch kommt er mit mir und setzt sich zuerst auf meine rechte, dann meine linke Schulter (letzteres nur, weil ich dachte, so müsste das sein, weil ja rechts immer Geistesführer Zwerg sitzt). [Mir scheint es, als ob ich immer alles korrekt machen will und auch so ein wenig, als ob ich kontrolliere. Das gilt es mal zu erforschen.] Ich bitte schließlich Großmutter Ursula, mich zu begleiten und mir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Wir gehen auf das Haus der Angst zu und treten ein. Gefühlsmäßig passiert gar nichts. Die Tür geht auf, wir treten ein und die Tür geht hinter uns wieder zu. Es ist einfach nur dunkel, ansonsten nichts. Ich warte eine ganze Weile. Dann denke ich, vielleicht soll ich das Haus erforschen. Möglicherweise sitzen die Ängste in verschiedenen Zimmern. Das mache ich, aber bis auf etwas Licht, was im zweiten Zimmer etwas durch die Fenster dringt, passiert da auch nichts.

Also wende ich mich ans Haus der Angst: „Würdest du mir bitte meine stärkste Angst zeigen?“ Ich warte. Ich dachte bisher immer, die Dunkelheit wäre meine größte Angst, aber irgendwie fühlte ich überhaupt keine Angst im Dunkeln. Nach einer Weile erscheinen ein paar kuriose Gestalten, so was wie Hexen im Sinne von urigen Filmgestalten, die ich mal gesehen habe. Dann erscheint eine Reihe von Männern. Sie stehen nebeneinander und kommen auf mich zu. Ich beobachte das Ganze. Noch immer kommt kein starkes Gefühl der Angst auf, jedoch ein leichtes Unbehagen. Es ist eher so, als würde ich das so hervorrufen, weil ich ja im Hier und Jetzt mit diesem Thema konfrontiert bin.

Mein Mann kommt kurz ins Zimmer (also im Hier und Jetzt), um sich Sachen zu holen. Das reißt mich etwas aus der Konzentration. Als er wieder draußen ist fühlt es sich so an, als würde er noch immer hinter mir stehen. Dieses Gefühl des Schattens, dieses Gefühl, hinter mir stünde ein Mann, der mich gleich packen könnte, zeigt mir, dass genau das es ist, wovor ich Angst habe. Ich habe keine Angst, Männer so im Alltag zu sehen oder ihnen in der Öffentlichkeit zu begegnen. Aber in dem Moment, wo ich mich in der Natur einfach fallen lassen will, wo ich mich entspanne und in mich gehen will, dann kommen diese Ängste, dass irgendwer männliches auftaucht und mir etwas tut.

Ich bitte Großmutter Ursula mir einen Rat zu geben. Sie meint, ich sollte mit ihnen spielen. Das lässt mich stutzen. Wäre es nicht besser, zuerst mit ihnen zu reden? „Das kannst du auch tun. Und dann könnt ihr zusammen spielen.“ Ich meine dazu, „ich glaube, dass ist gar nicht der wirkliche Grund meiner Angst, also einfach der Mann an sich selbst. Ich habe Angst davor, was sie mit mir machen würden, also vergewaltigen, mir etwas körperlich Schmerzhaftes antun, mich möglicherweise töten. Das ist die Angst, um die es bei mir bei Männern geht.“ „In dem Fall“, meinte Großmutter Ursula, „musst du einen Teil in dir heilen, sehr wahrscheinlich einen aus der Vergangenheit. Du kannst dich an deine Innere Heilerin wenden (ich sehe mich bei meiner Einhornherde), oder aber einen Soul-Retrieval machen bzw. eine schamanische Heilsitzung, wo du dieses Thema näher erforschst.”

Da ertönt auch schon der Rückpfiff und ich bedanke mich bei allen. Als die Trommel aufhört zu schlagen, will ich die Augen aufmachen. Da nehme ich wahr, dass ich noch nicht durch den Vorhang zurück ins Hier und Jetzt gekehrt bin. Das hole ich nach und schwupps, sind die Augen wieder auf 😊

Bild von Herm auf Pixabay

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