Umgeben von Rauch

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21. Januar 2019. Heute ist es meine Absicht, meinen Spirit of KU zu treffen und ihn einfach zu bitten, mir aufzuzeigen, woran ich heute arbeiten darf bzw. was ich mir heute anschauen und worüber ich etwas lernen darf bezüglich meiner Foundation.

Ich habe richtig Flöhe im Hintern. Ich will mich bewegen, will raus ins Freie, habe Schwierigkeiten stillzusitzen. Ich zünde eine Kerze an und räuchere mich mit dem weißen Salbei. Er raucht dieses Mal sehr stark und als ich mit dem Reinigen meines Körpers fertig bin, stelle ich ihn wie üblich auf die Steinfließen zum Auskühlen.

Ich gehe ins Zimmer und beginne meine Reise. Als ich in meinen heiligen Garten komme, ist alles fröhlich und voller Farben. Bunte Schmetterlinge und Vögel fliegen fröhlich hin und her und ich tanze auch sofort meinen Weg in Richtung Seelengarten. Da rufe ich Adler Kai, mich auf dieser Reise zu beschützen und mit mir zu verschmelzen, so wie es Monica mich gelehrt hat. Ich verwandele mich also in einen Adler-Mensch und trete so in meinen Seelengarten. Dort rufe ich meinen Spirit of KU. Er erwächst sogleich in die Höhe und ich fliege auf dessen Spitze.

„Was darf ich heute über meine Foundation lernen, KU?“ frage ich. „Es ist Zeit, dich in deinem Nutzgarten nützlich zu machen. Du musst anpflanzen.“ Auf meine Frage, was ich anpflanzen soll, entgegnet KU, „Ich gebe dir die Samen dafür. Hier hast du einen blauen für Selbstbewusstsein, einen für Vertrauen, einen für Offenheit und einen zum Schutz.“ Ich stecke sie in die Erde, alle nebeneinander in die Reihe, von links nach rechts, so wie er mir die Samen gegeben hatte. Sie wachsen sofort empor, doch da wird mir bewusst, dass noch ein Samen fehlt. Kaum fällt es mir auf, hält KU mir auch schon einen grünen Samen hin, „Der ist für die Disziplin.“ Ich wundere mich, wo ich ihn hinpflanzen könnte und gemeinsam mit KU kommen wir zu der Entscheidung, dass er über allen anderen Samen blühen müsste, denn er wäre für alle vier bereits angepflanzten Bereiche wichtig.

Während ich das mache, wird der Geruch von räucherndem Salbei in meinem Zimmer langsam zu stark. Ich mache irgendwann die Balkontür zu, damit der Rauch nicht mehr hineindringt. Doch daraufhin wird es noch stärker. Ich versuche es auszuhalten, schließlich reise ich gerade in mein Inneres.

Ich bitte KU, mir weitere Bereiche zu zeigen. Irgendetwas unbestimmtes taucht über den Bergen auf, aber ich kann es nicht genau erkennen. Irgendwas mit Rittern, mit Burgen, doch bevor ich das näher anschauen kann, führt KU meinen Blick auf den Eingang in die untere Welt. „Dort solltest du dich öfter aufhalten, um deine Foundation zu stärken.“ Zwerg Felix steht neben der Höhle. Das ist also eines meiner nächsten Aufgaben.

Ich gehe weiter und lande am Wasserfall. „Der ist sehr gut für dich“, meint KU. „Komm oft hierher und reinige dich. Ich will hineinsteigen, da ich aber die Form des Adlers angenommen hatte, meinte KU, „als Vogel ist das vielleicht nicht gerade das, was du dir wünschst.“ Ich frage KU, was ich machen kann. Könnte ich mich einfach von Adler Kai trennen und wäre dennoch sicher? KU lacht. „Natürlich bist du sicher, du bist doch hier in deinem Seelengarten! Hier brauchst du nicht als irgendwer anderes als du selbst hin zu reisen.“ Das erleichtert mich. Ich trenne mich also von Adler Kai, bedanke mich bei ihm und bitte, dass er dennoch bei mir bleibt. Er ist damit einverstanden. Ich tauche also ins Wasser und reinige mich gründlich. Der Bergkristall im Inneren gibt mir ein innerliches Wohlgefühl.

„Was gilt es noch zu erkunden, KU?“ wende ich mich erneut an meinen Spirit of KU. Alles deutet daraufhin, dass ich mich meiner Helferseele, Großmutter Ursula, nähern soll. Ich springe fröhlich auf sie zu und setze mich zu ihr auf die Schaukel. Sehr bald jedoch spüre ich, dass ich dort nicht gern gesehen bin. Sie will nicht, dass ich ihr so nahe komme. Ich gehe also auf Distanz. Ich frage, „Großmutter, vielleicht kannst du mir sagen, was das mit meiner unterschiedlichen Reaktion auf die Menschen gestern auf sich hatte.“ Sie meint nur, ich würde die Antwort schon kennen. „Meinst du, wegen der unterschiedlichen Vibration?“ Sie stellt mir stets Gegenfragen, die ich mir sozusagen dann selbst beantwortete. Da wären wir wohl wieder beim Thema Vertrauen, dass ich in mir alle Antworten trage. Ein Blick nach oben zu Eule Ursel und sie bestätigte mir diese Erkenntnis mit einem Schmunzeln.

Jetzt ist der Geruch des räucherndem Salbei unerträglich und obwohl ich mittlerweile schon wieder die Tür geöffnet hatte, bekomme ich Kopfschmerzen und halte es einfach nicht mehr im Zimmer aus. Ich frage KU, ob ich während der Reise den Ort wechseln kann und er meint, „Natürlich!“

Ich setzte mich raus auf den Balkon, wo es extrem nach dem räucherndem Salbei riecht. Da der Qualm nun nicht mehr direkt vor meiner Nase ist und ich auch eine kleine frische Prise Wind spüre, fühle ich mich weit besser. Ich kann endlich wieder durchatmen.

Das Gespräch mit meiner Großmutter ist zu Ende. Ich will wissen, ob ich auch meine Zwillingseele hier im Seelengarten treffen kann. KU meint irgendwie, dass wäre nicht möglich, dafür müsste ich in das Land der Lakota oder zu den Einhörnern reisen. Das wären die zwei Bereiche, in denen wir zusammenfinden können. Warum nicht überall in meiner Welt, fragte ich KU? Mir scheint, dass es mit der körperlichen Trennung zu tun hat. Da meine Zwillingsseele ja nicht mehr körperlich mit mir verbunden ist, bin ich jetzt darauf angewiesen, mit ihr in der Lakota oder Einhornwelt zu kommunizieren. Ich verstehe.

Ich mache mich auf den Weg der Rückreise. Als ich vor den Tempel trete und mich dem Ausgang zuwende, erscheint über mir plötzlich ein Blitz und Donner. Ich spüre, wie dieser Blitz in mich einschlagen will und wende mich mit dem Gesicht und offenen Armen nach oben. Unterschwellig denke ich, dass Blitz und Donner ja eigentlich keine positive Energien sind, möglicherweise jedoch meine Kraft verstärken können. In dem Moment erscheint ein Gesicht am Himmel. Es ist Vater Donner, ein Indianerhäuptling, der mich streng auffordert, mehr über die Lakota zu lernen. Ich stimme zu und bedanke mich für sein Erscheinen. Was mich neugierig macht ist, dass ich dabei gar kein Angstgefühl hatte. Ich gehe seelenruhig auf den Ausgang zu. Der Weg dahin ist noch immer von bunten Schmetterlingen und Vögeln gesäumt und dem Gefühl der Freude und Leichtigkeit.

Ich warte auf das Ende der Trommel und steige bei Erscheinen von Hank’s Stimme wieder in das Hier und Jetzt zurück. Als ich dann meine Augen öffne, erschrecke ich. Der Salbei raucht so stark wie noch nie. Statt dass er, wie sonst, ausgegangen wäre, hat er dieses Mal so enorm stark geräuchert, dass er halb abgebrannt ist. Alle Schnüre haben sich gelöst und ich habe arge Schwierigkeiten das Räuchern zu beenden. Noch dazu hat es, wie eine Vision von mir zuvor, das Kabel des Internets leicht angeräuchert. Ich habe dieses Scenario vorher gesehen, habe es aber als übertrieben abgetan. Es ist ganz und gar nicht übertrieben. Es ist mein siebenter Sinn. Ich spüre scheinbar sehr genau, was passieren wird und bekomme, in Form von Gedanken, Visionen von den Szenarien. Das ist neu für mich, das ist wirklich sehr interessant. Noch schockierter bin ich, als ich das Zimmer sehe, in dem ich gesessen hatte. Es ist völlig verräuchert, mit einem weißem Film über allen Dingen. Beim Eintreten kann ich kaum atmen. Was ist nur passiert? Ein markanter Hinweis darauf, dass ich meine Fähigkeiten richtig einsetzten muss? Puh, ich muss das erst einmal verdauen.

Was für eine Reise. Ich bin immer noch sprachlos.

Bild von 4174332 auf Pixabay

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