Ein Baum für meinen Seelengarten

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30. Dezember 2018. Ich würde gern in meinem Seelengarten einen Baum anpflanzen und zwar auf der Fläche, wo viel wirres Gras wuchert und gedeiht. Ich brauche einen Rat, welchen Baum ich in meinem Seelengarten am besten anpflanzen sollte. Dazu möchte ich meine Geisteshelfer befragen. Mögen sie sich zeigen, mir einen passenden Baum empfehlen und ich die Möglichkeit haben, diesen auch gleich anzupflanzen. Möge er in seiner vollen Größe und Stärke meinen Seelengarten schmücken und mir als Rückzugsort, als Kraftort und als Ort der Weisheit, Reinigung und Heilung dienen.

Mit Freude trat ich in meinen Seelengarten ein. Die Vögel auf meinem Weg zum Seelengarten unternahmen bereits einige Flugversuche. Auch die Schmetterlinge schienen sich mehr zu regen. Ich genoss die Gesellschaft der Vögel und badete in ihrer Gesellschaft. Das Gleiche tat ich mit den Schmetterlingen. Ich lehnte mich rücklings an das Feld heran, nahm meine Arme in die PA-Position (“I share”-Sound by Chloe Goodchild) und sammelte die Schmetterlinge von den Weizenhalmen ein. Es fühlte sich wunderschön an, so viele bezaubernde Wesen auf meinen Armen sitzen zu haben.

Ich grüßte kurz den Tempel, wobei ich die Anwesenheit meines Lehrers aus der oberen Welt bemerkte. Ich hatte ihn bereits zuvor bemerkt, aber er war unsichtbar gewesen. Jetzt schien er sich langsam zu manifestieren, obwohl er sich noch immer in einem Zustand zwischen Sein und Nichtsein befand – aus meiner Sicht. Ich fragte mich, ob er mir vielleicht bei der Auswahl des Baumes in meinem Seelengarten helfen konnte. Er meinte dazu, „Das kann ich gerne. Dazu müsstest du nur in die obere Welt reisen.“ Für diese Reise befand ich jedoch, dass ich dies nicht tun werde, denn ich hatte mir ja vorgenommen, meine Geisteshelfer dafür um Rat zu bitten.

Ich rannte also in meinen Seelengarten hinein. Dort nahm ich das Lebensrad sehr stark wahr. Ich trat heran und genoss die Energie, die von ihm ausging. Eigentlich stieg ich mehrmals hindurch. Dann entschied ich, mich in das Lebensrad zu hängen, so wie es Artisten häufig tun. Ich ließ mich einige Male im Kreis herumwirbeln, allerdings langsam.

Es war Zeit, meine Geisteshelfer nach dem Baum zu fragen. Ich ging also weiter. Mein Blick streifte meinen Nutzgarten. Dort, wo einst die Sonnenblume aufragte, war sie ja nun nicht mehr, obwohl mir schien, es wäre doch noch so. Da ich sie aber zuvor abgemacht und geopfert hatte, kann das ja nicht mehr sein. Oder ist sie vielleicht so schnell nachgewachsen?

Ich grüßte Faye, die ich nahe der Stufen vom Strand entdeckte.  Ich blickte auf das Blumenmandala, was ich am Tag zuvor gepflanzt hatte. Alles wuchs und gedieh und die Farben der Blumen begannen, richtig zur Geltung zu kommen.

Ich rannte auch noch hinunter zum Strand, wo ich das Dankesmandala am Vortag gelegt hatte. Viele der Sonnenblumenkerne waren bereits herausgepickt. Faye stand links neben mir und sah mir einfach nur zu und lächelte. Ich ging zum Meer und bedankte mich beim Wasser, als ich mit meinen nackten Füßen hineintapste. Ich dachte an die Wale, die Delphine und äußerte, „Ich möchte mal wieder zu meinen Einhörnern reisen.“

Doch heute war ich gekommen, um einen Baum anzupflanzen. Ich lief die Stufen, vorbei an meinem Nutzgarten, in Richtung Gebetsstein und Seelengarten hoch und rief Zwerg und Adler zu mir. Adler schien weiterhin zu fliegen, ich war also mit dem Zwerg an der richtigen Adresse, was die Auswahl des Baumes betraf. Wir gingen ein paar Baumtypen durch – Eiche (mein erster Gedanke), Buche, Linde, Platane. Meine Gedanken schweiften immer wieder in das „normale Leben“, weg aus dem Seelengarten, hin zu alltäglichen Sachen, die momentan anstehen. Es kostete mich Kraft, konzentriert im Seelengarten zu bleiben. Ich bat also Faye um Fokus. Sie half mir und so kamen Zwerg und ich langsam auf einen Nenner. Einige Zeit dachte ich, vielleicht eine Linde. Doch das Gefühl, eine strake, verwurzelte, etwas knorrige Eiche in meinem Seelengarten zu haben, berührte mich am meisten.

Daraufhin zeigte mir Zwerg einen Samen, den er in seiner rechten Hand hielt. Wir gingen auf den verwachsenen Teil meines Seelengartens zu, um dort die Eiche zu pflanzen. Da öffnete sich ein Weg für uns, der zu einem Punkt inmitten dieses Wirrwarrs führte. Zwerg ging hinein und legte den Eichensamen hinein. Er kam zurück und wir konnten staunend beobachten, wie im Nullkommanichts eine riesige, mächtige, schützende, starke, knorrige, stark verwurzelte Eiche mit einer wunderschön vollen und dichten Baumkrone wuchs. Ach, wie wunderschön! Glücklich wie ich war, blinzelte ich sofort zur Eule hinüber, die noch immer oben auf dem Felsen saß und lud sie ein, es sich in der Eiche gemütlich zu machen. Ich dachte auch zugleich an meine Vögel am Eingang zum Seelengarten, wie sie in dieser Eiche Schutz finden würden. Sie müssten nur wieder fliegen können… Von Herzen jedoch lud ich sie schon einmal ein.

Der Rückruf ertönte und ich bedankte und verabschiedete mich von allen. Gleichzeitig merkte ich jedoch, dass ich eigentlich noch länger bei der Eiche bleiben wollte. Ich fühlte mich hin- und hergerissen, entschied mich aber letztendlich doch, noch an ihren Fuß zu setzen. Zuvor hatte ich schon kurz meine Stirn und meine Handflächen an sie gelegt. Welche Weisheit sie wohl in sich trägt? Irgendwie merkte ich dann jedoch, dass ich mich mit der Eiche auf einer meiner nächsten Reise verbinden sollte. Ich bedankte mich also und lief Richtung Ausgang.

Da meldete sich mein Bedürfnis, noch in den Tempel zu gehen. Ich spürte sofort wieder die Kraft des Bergkristalls. Ich trat näher und sah, dass eine Art Altar vor mir stand. Dort erblickte ich Maria. Ich dachte sofort an Maria Magdalena und ging in die Knie. Mir war nach einem Gebet, so wie es Angaangaq mich in seinem Buch lehrte. Ich betete für die Ungeborenen und Neugeborenen, die Heranwachsenden, die Erwachsenen und die Alten. Ich betete auch für Mutter Erde, auf das sie heilen werde und das Bewusstsein der Menschen stärker auf die Verbindung mit Mutter Erde geeicht werden möge. Denn nur so können wir ihre Wunden versorgen und zu ihrer Heilung beitragen.

Dann verband ich mich noch kurz mit der himmlichen Lichtenergie. Meine himmlichen Wurzeln leuchteten grün-rot-weißlich. Meine zwei Mädchen waren weihnachtlich angezogen. Und als mein Blick hinauf zu Panter schweifte, sah ich, dass er eine Weihnachtsmütze trug und verschmitzt lächelte. Also Humor hat er ja! 😀 Ich bat um Lichtenergie und ließ sie durch mich bis zu Mutter Erde reisen. Dort schien mir, als wäre Mutter Erde eine ältere Frau, nahezu eine Großmutter. Schon bei dem Zuführen der Lichtenergie in ihren Kern bemerkte ich, dass sie mir Regenbogenenergie zurückschicken wird. Das tat sie auch, so dass alle meine Chakren genährt wurden. Als ich dann noch einmal Lichtenergie tanken wollte, blieb ich beim Hinunterführen zu Mutter Erde in meinem Herzchakra stehen. Ich erkannte, dass es nicht mehr nötig war, weiter zu machen.

Nun war es wirklich Zeit zu gehen. Ich bedankte mich im Tempel für die Möglichkeit, für die Welt beten zu dürfen. Dann trat ich rückwärts hinaus (ich drehte mich erst am Eingang um). Ich bedankte mich wieder bei Zwerg, der am Eingang stand und verabschiedete mich. Die Vögel schienen sich besser zu fühlen, viele von ihnen unternahmen Flatterversuche, die sie bis über das hochgewachsene Weizenfeld trugen, bevor sie gleich wieder hinunter auf den Weg flatterten. Auch die Schmetterlinge schienen aktiver. Dennoch war alles noch nicht so wie vorher. Es gilt, weiter zu machen, Katja. Reise, reise so oft wie es nur geht.

Ich rief noch einen Dank aus und verabschiedete mich für heute, woraufhin ich zurück in diese Welt kehrte.

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